Gefühle beim Investieren!

Der Faktor Gefühl beim Handeln an der Börse und wie werde ich sie los!

Hätte man mir zu Anfangs erzählt, dass die Gefühle ein wichtiger Faktor wird für ein erfolgreiches Handeln an der Börse, wäre ich die Sache ganz anders gegangen. Man sagt ja immer, dass Männer nie Ihre Gefühle äußern können und dass es als Schwäche gezeigt wird und man sich so nicht als Mann definieren kann. Er muss von außen gesehen Stark sein, selbstbewusst und man kann ihn nichts erschüttern, wenn man aber dann als Mann sein Geld in was Investiert worüber er anfangs keine Ahnung hat , können ihnen seine angebliche Schwäche (Gefühle) ihn mit nehmen auf eine Achterbahn und Ihn so ordentlich Durchschütteln , von Angstzustände bis hin zum berauschenden Euphorie ist alles vertreten.

Gefühle sind in jeder Lebenslage all gegenwärtig.

Z.B beim erste Bewerbungsgespräch, wo man nervös und ängstlich vor jemanden sitzt den man überhaupt nicht kennt und dem man überzeugen muss, das er der Mann/Frau/Divers ist auf dem er so lange gewartet hat, dies bedeutet unter anderem auch innerliche Anspannung um den gerecht zu werden oder bei einem Fußballspiel wo man im Gewinnenden Team mitspielt und man euphorisch, motiviert und vielleicht sogar überheblich an das Spiel rangeht, sollte dann alle 11 Spieler das genauso empfinden, kann es sehr schnell zu einer Niederlage kommen und dann springt die Überheblichkeit in Frust um.

Ich vergleiche gerne das Handeln an der Börse, wenn ich eine Position drin habe als Daytrader, mit den 5 Sterbephasen von der Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross  beschriebenen Phasen im Buch „On Death and Dying“

Die erste Phase ist „Hoffnung auf Irrtum“  oder auch die „Nicht Wahrhaben Wollen“ Phase.

Nehmen wir an, ich habe eine Kauf Position bei der Aktie Wirecard. Anfangs euphorisch und gut gelaunt bin und mit einem Gefühl „ Jetzt bist du dran Markt“ „Du wirst schon sehen was du davon hast“, aber nach einiger Zeit sinkt die Aktie und ich habe schon 20 Euro minus. Da stellt sich innerlich eine „Das darf doch jetzt nicht wahr sein“ ein, aber dennoch denkt man sich „ Ach der wird schon steigen, schließlich haben Analysten gesagt dass die jetzt durch die Decke gehen wird“

Die zweite Phase ist die Frage nach dem „Warum?“   oder auch  die Phase des Zorns

Gehen wir mal davon aus die Aktie ist noch weiter gesunken und habe nun 28 Euro Minus bei der Aktie und es stellt sich für einen, dieses „ Der Markt ist gegen mich, wieso ausgerechnet ich, wieso hat der Markt mich auserwählt das ich im Minus bin und alle anderen im Plus“ Man geht hier sehr schnell allen anderen die Schuld und man setzt sich nicht mit einem selbst auseinander.

Die dritte Phase ist der „Wunsch nach Aufschub“ oder auch das „Verhandeln“

Die Aktie ist um weitere Euronen gefallen und man fängt an mit sich selber zu verhandeln, man sitzt vor dem Monitor und spricht mit dem Kurs, das er doch steigen soll (Ja auch ich habe das zu meiner Anfangszeit sehr gerne gemacht und es hat nicht geholfen, soviel kann schon mal gesagt sein ). Man kann natürlich nach Frankfurt fahren und den Börsianern bitten, das Sie gefälligst den Kurs nach oben schrauben sollen, aber das wäre verschwendete Müh und nicht realistisch, man würde wohl argwöhnische Blicke kassieren.

Die vierte Phase ist die „Trauer um vergebene Chancen“ oder auch die “Depressionsphase“

Nun das Worstcase Szenario ist eingetreten die Aktie ist bei einem Verlust von 50 Euro eingetroffen, er hat zwar Anstalten gemacht nach Oben zu gehen ( Was wieder Phase eins wäre ) aber er ist immer wieder nach unten Gerauscht und nun Schluss endlich hat er ein Minustrade verursacht. Und der Verlust von Geld kann einen sehr zu schaffen machen und verfällt in eine Art Ektase des Trauer und Wut. Man sagt sich „ Hätte ich doch mal ein Verkaufs Order gemacht“ oder „war klar, der Markt ist schon IMMER gegen mich gewesen“.

Die fünfte Phase ist die Abkopplung von der Umwelt oder auch die „Akzeptanz Phase“

Die letzte Phase ist wohl für den Sterbenden sowie auch für den Trader Anfänger oder Investor das Schwierigste die Akzeptanz das man stirbt oder in unserem Fall einen Verlust gemacht hat. Sollte dieser es nicht akzeptiert, wird er sich ausschließen und in sich gekehrt sein. Wichtig bei der letzten Phase ist es, aufzuschreiben oder mit jemanden darüber zu reden, nur so wird man stärker und vor allem dem Selbstbewusster an seiner neuen Investition oder Trade rangehen.

Je nachdem was man handelt: Swing, Day Trading, Scalping, Aktien. Können diese Phasen sehr schnell hintereinander durchlaufen werden und man wird unweigerlich in eine Spirale des Versagens geraten.  

Nun man sollte jetzt, wenn man das handeln mit CFD oder Aktien macht wo man durchaus mehrere Positionen hat in der Minute oder am Tag nicht sofort zu seiner Lebensgefährtin oder Kumpel gehen und erzählen wie jeder einzelne Position gelaufen ist, sondern dann das Gesamtbild erfassen.

Was haben die negativ Positionen gemeinsam, ist ein Muster zu erkennen? wie fühlte ich mich dabei? 

Nun was kann man dagegen machen und wie wird man seinen Gefühlen Herr beim erfolgreichen Handeln.

  • Erledige vorher deine Sachen, Hausarbeit, eventuell Arzttermine, sprich mit deiner Lebensgefährtin und sag das du kurz für eine Stunde Handelst, das ist insoweit wichtig, da du nicht sofort nach der Arbeit oder beim Aufstehen zum Rechner läufst und loshandelst als gäbe es kein Morgen mehr. Das verursacht Großes Stresspotentzial was man durch reden und erledigen der alltäglichen Dinge leicht ausmerzen kann.
  • Sorge für ein „positive“ Umgebung, du musst dich Wohlfühlen in dem Raum wo du Handelst, Helle Beleuchtung, frische Luft und das Interieur sind wichtige Faktoren für das Wohlfühlen im Raum.
  • Es klingt vielleicht Banal aber man sollte seine Grundbedürfnisse befriedigt haben, Klo Gang, Essen Trinken, nichts ist schlimmer bei einer vollen Blase zu handeln.
  • Mach regelmäßig Pausen. Setzt dir ein Limit für die Zeit ein, wie lange du vor dem Rechner sitzen willst am Tag
  • Mach dir eine Checkliste, hake alles ab bevor du tradest, so verhinderst du das du was übersehen hast oder Impuls Trades machst „Oh der Kurs Steigt, da gehe ich doch glatt All in“
  • Hast du einen Trade/Position offen und gestartet, entferne dich vom Bildschirm , ja ich weiß das ist der schwierigste Part an der ganzen Sache aber auf das Starren des Charts ist dir und den Markt nicht geholfen, das verursacht innere Anspannung und man geht die 5 Phasen immer und immer wieder durch und das zermürbt dich auf lange Sicht. Geh spazieren. Mache Sport ( viele Händler / Investoren sind sportlich aktiv, siehe diverse Instagram Profile, frag dich mal warum 😉 )  oder lies ein Buch oder guck ein Film, lenk dich ab somit verhinderst du das du dir Gedanken machst und Fehlentscheidungen triffst, wie zum Beispiel das Nachziehen eines Stopp Loss oder Take Profits
  • Erarbeite dir eine Strategie mit festen Einstiges Punkten, schreib es dir auf und handel danach, ohne wenn und aber! Wenn du dies einhältst, handelst du beständig

Du siehst, dass der Faktor Gefühle in wichtiger Faktor beim Traden und Handeln ist und man es nicht auf die leichte Schultern nehmen soll. Das ist der Grunde warum 75% aller privat Investoren und Trader nicht erfolgreich sind, unter anderem durch ihre Gefühle für das handeln.

Jeder ist seinen Gefühlen ausgeliefert und es ist kein Schwäche darüber zu reden. Es ist mit Arbeit verbunden sie beim Handeln auszuschalten oder zu kontrollieren, aber wenn es klappt steht dem Erfolgreichen Investieren und Traden ein nichts mehr im Weg. Solltest du Fragen haben oder benötigst Hilfe beim Trading, dann schreib mir oder schau auf meiner Seite nach auf www.experiencetrading.blog , dort findest du meine Erfahrungen und das handeln mit meinen Gefühlen beim Trading.

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